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Hochstammaktion 2026

Veröffentlicht: 19.08.2026
Hochstammaktion 2026
Eine gemeinsame Aktion vom BUND-Ortsverbandes Florstadt/Reichelsheim, dem Arbeitskreis Streuobstwiesen in Florstadt, der Stadt Florstadt und dem Naturschutzfonds Wetterau

Um Streuobstwiesen zu erhalten und zu fördern und um auch in Hausgärten wertvollen Lebensraum für Tiere zu schaffen, bietet der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz) Ortsverband Florstadt/Reichelsheim/Echzell/Wölfersheim in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Streuobstwiesen in Florstadt, mit der Stadt Florstadt und dem Naturschutzfonds Wetterau wieder eine Sammelbestellung für Obstbäume an. Dieses Jahr ist die Baumschule Pflanzlust (www.biobaumversand.de) der Kooperationspartner. Die Bäume sind ohne Einsatz von Kunstdünger (nach Bioland-Richtline) vermehrt und somit ideal für die Bedingungen auf Streuobstwiesen geeignet. Um die Auswahl einzugrenzen finden Sie anschließend einige Vorschläge. Für Obstsorten-Enthusiasten steht aber auch das gesamte Obstbaum-Angebot der Baumschule zur Auswahl!
Durch den Vorteil der Sammelbestellung können die Bäume unter dem Listenpreis angeboten werden und es fallen keine Versandkosten an. Die Bestellungen müssen bis zum 01. September 2026 eingehen. Spätere Bestellungen können nur über die Methode des Naturschutzfonds abgewickelt werden (weitere Informationen erhalten Sie gerne auf Anfrage). Die Ausgabe der bestellten Obstbäume erfolgt an einem Freitag Mitte November auf dem Bauhof in Ober-Florstadt oder wahlweise in Glauburg – darüber wird gesondert informiert. 
Wenn Eigentümer oder Pächter hochstämmige Obstbäume auf Grundstücken in der Gemarkung Florstadt pflanzen, dann werden die Pflanzpfähle durch die Stadt Florstadt und die Anbindekordel durch den Arbeitskreis Streuobstwiesen bereitgestellt. Ein zusätzlicher Verbissschutz und Wühlmausdraht wird dringend empfohlen! Buschbäume oder Halbstämme sind von der Förderung ausgeschlossen, dürfen aber gerne zum Listenpreis (abzüglich Rabatt der Sammelbestellung) bestellt werden. 
Ein hochstämmiger Obstbaum (wurzelnackt mit 6-8cm Stammumfang) hat einen Listenpreis von 45 €, abzüglich des Rabattes durch die Sammelbestellung. Für die Listenpreise anderer Baumgrößen schauen Sie bitte in den Webshop der Baumschule oder nehmen Sie Kontakt zu uns auf (Gudrun Neher: g.p.neher@web.de oder Michael Muche: streuobst@michaelmuche.de). Die Lieferkosten werden vom Naturschutzfonds Wetterau übernommen. Sie erhalten nach der Lieferung eine individuelle Rechnung der Baumschule.

Detailübersicht Hochstammaktion 2026

Frühe Apfelsorte: Westfälischer Frühapfel
• Geschmack: süß-säuerlich, aromatisch und saftig, locker strukturiertes Fruchtfleisch. Ein wohlschmeckender Tafelapfel.
• Reifezeit&Lagerung: Genussreif ab Mitte August. Die Äpfel werden nacheinander reif, sodass kontinuierlich bis in den September reife Früchte gepflückt werden können.
• Verwertung: Frischverzehr; als Saft oder Smoothie; Kompott.
• Besonderheiten: Sehr robuster Apfelbaum.
Mittlere Apfelsorte (Tafelapfel): Schöner aus Herrnhut
• Geschmack: Festes, süß-säuerliches Fruchtfleisch mit gutem Zucker-zu-Säure Verhältnis.
• Reifezeit&Lagerung: Baumreif ab Ende September, dann direkt genussreif. Bis Dezember haltbar.
• Verwertung: Tafelobst; Mostobst; Backobst.
• Besonderheiten: Keine frostempfindliche Blüte und frostfestes Holz. Wenig anspruchsvoll an den Standort.
Späte Apfelsorte (Lagerapfel): Dorheimer Streifling
• Geschmack: Weißes, süß-säuerliches Fruchtfleisch mit ausgeglichenem Zucker-zu-Säure Verhältnis. Der hohe Saftanteil transportiert eine gute Würze.
• Reifezeit&Lagerung: Pflückreif ab Ende September, genussreif ab November. Lagerfähig bis April.
• Verwertung: Tafelapfel; Mus; Kompott; Apfelkuchen/Küche; Most.
• Besonderheiten: Frostharte Blüten. Ursprung in der Wetterau und Lokalsorte des Jahres 2009. Gesunde Sorte: widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und Schädlingen.
Späte Apfelsorte (Mostapfel): Friedberger Bohnapfel
• Geschmack: Dicke Schale und festes Fruchtfleisch mit kräftig-säuerlichem Geschmack. Entfaltet durch die Lagerung mehr Aroma und Würze.
• Reifezeit&Lagerung: Pflückreif ab Mitte Oktober. Gut lagerfähig und genussreif ab Dezember.
• Verwertung: Hervorragende Mostsorte; Küchenapfel.
• Besonderheiten: Robust gegen Kälte und hohe Resistenz gegen Schorf und Mehltau. Auch für raue, windexponierte Lagen geeignet. Deutliche Alternanz (→ abwechselnd gutes und schlechtes Erntejahr).
Bekannte Apfelsorte (Most-/Wirtschaftsapfel): Schöner aus Boskoop
• Geschmack: Festes Fruchtfleisch mit weinsäuerlichem und aromatischem Geschmack. 
• Reifezeit&Lagerung: Pflückreif ab Ende Oktober, können aber bis nach dem ersten Frost am Baum bleiben. Genussreif ab November und lagerfähig bis April.
• Verwertung: Tafelapfel; Küche; Bratapfel; Kuchen; Kompott; Most; Brennsorte
• Besonderheiten: Benötigt Befruchtersorte in der Nähe. Für Allergiker geeignet. Empfindlich gegen Spätfrost und schorfanfällig.
Bekannte Apfelsorte (Tafelapfel): Alter Gravensteiner
• Geschmack: Feinzelliges, mürbes und saftiges Fruchtfleisch mit weinigem und edel gewürztem Aroma.
• Reifezeit&Lagerung: Pflückreif ab Anfang September (dann auch windanfällig) und lagerfähig bis Ende Dezember.
• Verwertung: Tafelapfel; Most
• Besonderheiten: Bäume können sehr alt werden. Sehr robuste Sorte, die auch auf feuchten Standorten wächst.
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Sommerbirne: Frühe von Trevoux
• Geschmack: Schmelzendes, sehr saftreiches Fruchtfleisch mit feinem Geschmack bei säuerlicher Würze.
• Reifezeit&Lagerung: Pflück- und genussreif ab August. Mehrere Wochen lagerfähig.
• Verwertung: Tafelobst; Nasskonserve
• Besonderheiten: Guter Pollenbildner und unempfindlich in der Blüte. Anspruchslos, nur stark windige Standorte sollten vermieden werden. Gut geeignet für den Hausgarten!
Herbstbirne: Sipplinger Klosterbirne
• Geschmack: Süß mit einer angenehmen Säure und einem charakteristischen zimtähnlichen Geschmack.
• Reifezeit&Lagerung: Pflückreif ab Anfang September. Genussreif bis Oktober und wenige Wochen lagerfähig.
• Verwertung: Tafelobst; Mostsorte; Dörrobst; Küche
• Besonderheiten: Bevorzugt tiefgründige und nährstoffreiche Böden.
Lagerbirne: Jeanne d’Arc
• Geschmack: Feinzelliges, gelblich-weißes Fruchtfleisch, vollschmelzend, süß und edel gewürzt. 
• Reifezeit&Lagerung: Pflückreif ab Ende Oktober, genussreif ab Ende November. Lagerfähig bis Dezember/Januar, teilweise bis März.
• Verwertung: Tafelobst; Backsorte; Most
• Besonderheiten: Guter Pollenbildner. Unempfindlich gegen Schädlinge. Warme und geschützte Lagen werden bevorzugt.
Mostbirne: Oberösterreichische Weinbirne
• Geschmack: süßsäuerlich schmeckende Birne mit hohem Zucker- und Gerbstoffgehalt.
• Reifezeit&Lagerung: Pflückreif Mitte Oktober. Nach 14 Tagen genussreif und bis Ende Dezember lagerbar.
• Verwertung: Most; Brennsorte; Backsorte
• Besonderheiten: Anspruchslose Sorte, dafür resistent gegen Schädlinge und Pilzkrankheiten.
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Frühe Kirsche: Zum Felde frühe Schwarze
• Geschmack: Eine säurebetonte Süßkirsche mit tief rotem, saftigen Fruchtfleisch.
• Reifezeit: Die Kirschen sind ab Ende Mai reif, in der 1./2. Kirschwoche. Sie behalten am Baum ihren Geschmack und können so bis Juli kontinuierlich gepflückt werden.
• Verwertung: Frischverzehr; Nasskonserve; Marmelade; Backsorte; Brennsorte
• Besonderheiten: Unempfindlich gegen Frost. Langes Erntefenster.
Mittlere Kirsche rot: Bernhardt Nette
• Geschmack: Süße Kirsche mit saurer Note und festem, hocharomatischem, braunrotem bis schwarzem Fruchtfleisch.
• Reifezeit: Reif ab Mitte Juni, in der 2./3. Kirschwoche
• Verwertung: Frischverzehr; Mostsorte; Kompott; Marmelade; Brennsorte
• Besonderheiten: Angeblich resistent gegen die Kirschfruchtfliege.
Mittlere Kirsche hell: Lucienkirsche
• Geschmack: Blass-gelbe Früchte mit leicht süß-säuerlichem Geschmack und weiß-gelblichem, aromatischem Fruchtfleisch.
• Reifezeit: Ab Anfang/Mitte Juni, ab der 3. Kirschwoche. Sie reift langsam ab und kann deswegen auch noch bis zu 2 Wochen später geerntet werden.
• Verwertung: Frischverzehr; Brennsorte
• Besonderheiten: Langes Erntefenster. Kaum anfällig gegen Krankheiten und Schädlinge. Bäume der Lucienkirsche können sehr alt werden.
Sauerkirsche: Minister von Podbielski
• Geschmack: Würziges (Bittermandel-) Aroma mit milder Säure und dunkelrot bis braunrotem Fruchtfleisch.
• Reifezeit: Ab Ende Juni, ab der 4. Kirschwoche. Die Ernte ist bis Ende Juli möglich und die Ernte ist durch Schütteln möglich.
• Verwertung: Frischverzehr; Marmelade; Backen; Mostobst; Brennsorte
• Besonderheiten: Langes Erntefenster. Robuste Sorte mit platzfesten Früchten und Resistenz gegen Monilia. Heißt auch „Kochs verbesserte Ostheimer Weichsel“.
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Pflaume früh: Rheingold
• Geschmack: Große goldgelb bis organgegelbe säuerliche Früchte mit würzigem Aroma und festem Fruchtfleisch.
• Reifezeit: Ab Anfang September, Ernte portionsweise über längeren Zeitraum möglich
• Verwertung: Frischverzehr; Küche
• Besonderheiten: Selbstfruchtbar und schwachwüchsig. Moderne Sorte auf Basis historischer Sorten.
Pflaume spät: Anna Späth
• Geschmack: Mäßig saftige dunkelviolette Früchte mit gelbgrünem Fruchtfleisch und süßem Geschmack mit feiner Säure.
• Reifezeit: Ende September, daher eine der wenigen Sorten, die noch im Oktober frisch vom Baum gegessen werden können.
• Verwertung: Frischverzehr; Mus; Nasskonserve
• Besonderheiten: Selbstfruchtbar. Tolerant gegen Frost zur Blütezeit und allgemein widerstandsfähig gegen Frost.
Zwetschge: Ortenauer
• Geschmack: Aromatischer Geschmack mit geringem Zucker- und Säureanteil mit festem, saftigem und gelbem Fruchtfleisch
• Reifezeit: Ab Ende August. Kann im kühlen Lager gut gelagert werden.
• Verwertung: Frischverzehr; Backsorte; Nasskonserve; Mostsorte
• Besonderheiten: Selbstfruchtbar. Bevorzugt warme Lagen.
Mirabelle: Mirabelle von Metz
• Geschmack: Sehr süß mit gutem Aroma und äußerst saftigem, gelbem Fruchtfleisch.
• Reifezeit: Ab Mitte August. 
• Verwertung: Frischverzehr; Marmelade; Nasskonserve; Mostsorte; Brennsorte; Dörrobst
• Besonderheiten: Gesunde, winterharte Sorte. Bevorzugt warme, geschützte Standorte.
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Quitte: Apfelquitte Leskovac
• Geschmack: Das weißgelbe Fruchtfleisch ist saftig und fest, bleibt beim kochen weiß und beim pressen entsteht ein klarer Saft. Angenehm würziger Geschmack.
• Reifezeit&Lagerung: Ab Anfang Oktober pflückreif. 
• Verwertung: Backsorte; Marmelade; Verarbeitung
• Besonderheiten: bedingt selbstfruchtbar und frosthart.

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